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Wohnüberbauung Lindental Sankt Gallen

Der Projektperimeter wird durch fünf Bauten in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt. Es entstehen Höfe mit unterschiedlicher Nutzung. Die heutige industrielle Nutzung wiederspiegelt sich im Ausdruck der neuen Überbauung. Den Ort prägende Elemente werden aufgegriffen und neu interpretiert.
Belagsmaterialien wie Asphalt, Chaussierung, Wiesen und Rasen bilden den Grundraster des Freiraums. Ein langer, von Gabbionen gefasster Körper erhebt den Spielplatz, welcher Elemente wie Sandlandschaft, Schaukel sowie Liegen und Spielhäuschen beherbergt. Die Steinkörbe werden mit Abbruch des Klinkermauerwerks gefüllt und stellen eine Reminiszenz an den Ort dar.
Der ehemalige Klinkerbau wird im Weiteren für den Aussenbereich des Cafes genutzt. Klinkersplitt wird als Abstreu in den Asphalt gegeben und definiert so den Bereich der Cafeteria.
Das gesamte Wegnetz ist in Sickerasphalt gehalten. Ebenfalls wasserdurchlässig ist ein grosser Kiesplatz, welcher sich beim Gemeinschaftsraum befindet. Die Chaussierung wird mit Ruderalfloraansaat versehen und erfährt so, in Bereichen, wo sie wenig begangen und genutzt wird, eine Vergrünung, wie sie für Industriebrachen typisch ist. Die Ruderalflächen bieten nebst den Magerwiesen, welche sich an steileren Böschungen wiederfinden, ein ideales Habitat für Kleintiere und Insekten. Auf dem chaussierten Platz befindet sich nebst Mobiliar für den Gemeinschaftsraum und Platz eine Fläche, die für Urban-Gardening verwendet werden kann. SBB-Holzkisten sind mobile, ideale Pflanztröge für diesen Zweck. Die Mieter können nach Wunsch eine Kiste nutzen. Die Anzahl der Kisten richtet sich nach der Nachfrage.
Als markante Bäume werden Silberweiden (Salix alba) sowie Zitterpappeln (Populus tremula) vorgesehen. Sie sind klassische Arten in Industrieflächen und typische Pionierarten. Um ihre Präsenz zu akzentuieren werden sie in Sträussen gepflanzt, umrahmt von einem Trog aus rohem Stahl mit Sitzauflagen aus Holz.
Die Abgrenzung der Sitzplätze zum halböffentlichen Bereich erfolgt grundsätzlich durch Gräserflächen. Jeweils direkt vom dem Sitzplatz befindet sich eine Hainbuchenhecke (Carpinus betulus). Die umlaufenden Gräserstreifen bilden einen starken gestalterischen Ausdruck und verleihen der Siedlung ein warmes Bild aus Brauntönen.


 

Ort

Sankt Gallen

Status
Vorprojekt

 

Bauherrschaft

Agensa AG
 

Fertigstellung

offen

Architekt

Agensa Familia AG

Pläne

Fritschi Landschaftsarchitekten